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Weitere EM-Chance für Felix Reinhardt

26.01.2007

Koblenz. Mit 263 Teilnehmern aus 17 Nationen war das A-Jugend Florettturnier des Deutschen Fechter-Bundes stark besetzt. Allen voran die führenden Fechtnationen Frankreich, USA, Ungarn und Russland. Zusammen brachten sie 78 Florettfechter an den Start, die dann auch das Niveau des Wettkampfes bestimmten. Es gibt weltweit kaum ein besser besetztes Turnier in dieser Altersklasse, bei dem sich der deutsche Fechtnachwuchs mit der Weltspitze messen kann“, weiß Bundestrainer Wolfram Parade.

Dass die deutschen U18-Fechter derzeit nicht zur Weltspitze gehören, war den Verantwortlichen schon vor dem Turnier klar. Dass dann aber nur vier Fechter die Runde der besten 32 erreichten, war schon ein herber Rückschlag. Erfreulich war, dass neben den drei Heidenheimern Marino Bullinger, Klemens Panczuk und Eric Beetz auch Felix Reinhardt vom FSC Jena dabei war.

Dieser hatte sich an den beiden Wettkampftagen sehr gut geschlagen. Von den insgesamt 22 Vorrundengefechten hatte er nur sechs verloren und sich damit sicher für die K.O.-Runde der besten 64 Teilnehmer qualifiziert. Schade, dass Felix gleich das erste Gefecht gegen den Briten Marcus Mepstead mit 8:7 verlor. Davon ließ er sich aber nicht beeindrucken. Danach hatte er den Russen Konstantin Isaev voll im Griff und siegte überraschend deutlich mit 15:6. Auch Arthur Lasne aus Frankreich war dem Thüringer nicht gewachsen. Felix siegte erneut mit 15:6 und erreichte das 32er Tableau.

Gegen den Amerikaner Enzo Castellani sah es für den Sportgymnasiasten zunächst sehr gut aus. Er führte bereits mit 7:2, doch Castellani stellte sich immer besser auf die Aktionen des Jenensers ein und ging als verdienter Sieger von der Bahn.

Auch Felix Reinhardt konnte seine letzte Chance auf ein Weiterkommen nicht nutzen. Denn der Ungar Robert Gatai wehrte die Angriffe des Thüringers geschickt ab und sicherte sich so einen klaren Sieg. Schwacher Trost für Felix. Immerhin war er gegen den späteren Turniersieger und den Drittplatzierten ausgeschieden.

Mit Platz 31 konnte er in der deutschen Rangliste Boden gut machen. Beim letzten Qualifikationsturnier Ende Februar in Bad Cannstatt wird sich zeigen, ob es für die Teilnahme an der Europameisterschaft in Slowenien reicht.

Von den Thüringer Startern erreichte Florian Hein die dritte Runde. Dem ehrgeizigen Sportgymnasiasten vom FSC Jena fehlten nur zwei Treffer zum Weiterkommen. Ebenso knapp scheiterte Philipp Kempert in der zweiten Runde und Bernhard Fischer, der gut in die zweite Runde gestartet war, musste wegen eines Muskelfaserrisses aufgeben.

Für weitere sechs Fechter des Landesverbandes Thüringen war der Wettkampf bereits nach der ersten Vorrunde beendet.

Felix Reinhardt
Felix Reinhardt in Koblenz

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