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Fair Resort Cup 2017

23.01.2017

Pauline ballt die Faust. Der Stich sitzt. Gegen Ainhoa Vogel vom FC Tauberbischofsheim führt die Florettfechterin des FSC Jena im Achtelfinalduell des Fair-Resort-Cups auf heimischer Planche. Das 10:6 leuchtet auf – und am Rande der Planche klatschen die Vereinskameraden, zittern vor Freude, schnauft Trainer Wolfgang Bohn.

„Pauline ist jemand, der noch gerne Bücher liest“, sagt Bohn. Und er als Trainer lege viel Wert auf genau so etwas. „Wir liegen auf einer Wellenlänge“, sagt er. Mehr noch: Pauline Buchwald habe sich in Jena und bei den Turnieren davor enorm gesteigert. „Sie steht auf der Startrampe für die Top Ten in Deutschland“, sagt Bohn. Und genau das sei das Ziel. Ihr Stil sei ausgewogen zwischen Angriff, Abwehr und Konter. „Die Treffsicherheit ist noch ein kleines Problem“, sagt der Trainer. Das zeigte sich auch gegen Vogel. Die Tauberbischofsheimerin verändert ihren Stil ein wenig, Buchwald kann sich nicht mehr darauf einstellen – und verliert 13:15. Unnötig, merkt Bohn an. Nicht wegen Buchwalds Leistung, sondern wegen der des Schiedsrichters. „Wenn viermal beide Lampen kommen und er viermal unglücklich gegen Pauline entscheidet, dann ist das tragisch“, sagt Bohn. Mit dem 13. Platz kann sie aber zufrieden sein – das gilt auch für Julia Morgenroth.

Die zweitbeste Jenaerin wurde 19. „Sie ist taktisch diszipliniert gefahren, war aber durch eine Verletzung etwas geschwächt. Aber sie hat sich durchgebissen“, sagte Bohn. Gegen Julia-Jennifer Rokach aus Bielefeld verliert sie mit 12:15 und verpasst damit knapp den Einzug in die Direktausscheidung der besten 16. Bei einem Sieg wäre Morgenroth dort auf die spätere Siegerin Aliya Dhuique-Hein getroffen. Die marschiert souverän bis ins Halbfinale, liegt dort aber gegen Mara Sofie Voeste mit 4:6 zurück. Dann passiert es: Beide greifen an, Voeste knickt um und bleibt am Boden liegen. Minuten vergehen, sie wird behandelt – und muss aufgeben. Dhuique-Hein steht im Finale – und bekommt es mit jener Ainhoa Vogel zu tun, die sich gegen Jenas Pauline Buchwald so schwer getan hat. Vogel gerät schnell in Rückstand, kämpft sich aber auf 7:8 heran. Doch dann dreht Aliya Dhuique-Hein richtig auf, setzt Treffer um Treffer und gewinnt das Finale klar mit 15:8.

Pauline Buchwald sitzt im Publikum und applaudiert der Siegerin brav. Bei der Siegerehrung gibt es dann eine kleine Überraschung: Bei der 21. Auflage dieses Turniers gibt es zum ersten Mal kein Fahrrad für die Siegerin. „Manchmal muss man auch mit solchen Traditionen brechen“, sagt Hans-Gerd Jörgens vom gastgebenden FSC Jena und lacht. Nach 20 Jahren habe man sich überlegt, künftig einen modernen Klapprechner als Hauptpreis auszuloben. „Ich bin sowieso meistens zu Fuß und nicht mit dem Rad unterwegs. Insofern freue ich mich über den Computer“, sagt Dhuique-Hein schmunzelnd. Außerdem sei er viel leichter nach Hause zu transportieren. Ein echter Vorteil.

Ein großes Dankeschön an unseren Fair Cup Fotografen.

Pauline Buchwald (rechts)
Faircup Finale
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