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Deutschlandpokalfinale: Herrenflorett-Team holt "einbeinig" Silber

22.06.2016

Am vergangenen Wochenende fand in Stralsund das Finale des diesjährigen Deutschlandpokals statt. 48 Teams in 6 Disziplinen hatten sich qualifiziert. Im Herrenflorett gelang dies dem FSC Jena mit Siegen über Bad Elster, Weimar sowie Ingolstadt. Durch die Verletzung (rechte Hand) ihres Mannschaftskapitäns Michael Stanek gingen die FSC-Herren mit Nils Westphal, Holger Labisch und Johannes Hufnagl nur mit Außenseiterchancen an den Start.

Im Viertelfinale hieß der Gegner OSC Berlin. Beide Teams standen sich bereits im letzten Jahr im Spiel um Platz 5 gegenüber. Und genau wie vor einem Jahr war es der erwartet unangenehme Gegner. Hinzu kamen einige Startschwierigkeiten, so dass sich die Jenaer bis zur Hälfte des Kampfes ständig im Rückstand sahen. Die Initialzündung kam dann von Nils Westphal. Aus einem 21:25 Rückstand machte er einen 30:26 Vorsprung. Diesen gaben die Jenaer nicht mehr aus der Hand und gewannen mit 45:39.

Jetzt lief der FSC-Motor auf Hochtouren. Taktisch gut eingestellt, emotional und mit Volldampf wurde im Halbfinale die Mannschaft des letztjährigen Vizemeisters PSV Stuttgart förmlich überrollt. Von Beginn an ging der FSC in Führung und baute diese kontinuierlich bis auf 18 Tore aus. Doch dann der Schock. Holger Labisch verletzte sich im vorletzten Gefecht (Muskelfaserriss) und der FSC stand ohne Ersatzfechter da. Aufgeben kam nicht in Frage.

Nach zehnminütiger Verletzungspause raffte sich Holger Labisch noch einmal auf, mobilisierte alle Kräfte und versuchte, teilweise einbeinig auf der Bahn stehend, seinen Vorsprung irgendwie über die Zeit zu retten. Dies gelang und er konnte mit 35:25 von der Bahn gehen. Seine beiden Mannschaftskameraden ließen sich von der etwas seltsam anmutenden Kampfsituation nicht beirren und machten dort weiter, wo sie aufgehört hatten. 45:26 hieß es am Ende, das Finale war erreicht.

Gegen den Vorjahressieger HSB Heidenheim war für die ersatzgeschwächten FSC-Herren nichts zu holen. Michael Stanek wurde für Holger Labisch eingewechselt und focht zum ersten Mal in einem Wettkampf untypischerweise mit der linken Hand. Doch auch dieser Schachzug brachte die Fechter aus Baden-Württemberg nicht aus dem Konzept. Sie blieben hoch konzentriert und dominierten das gesamte Finale. Am Ende stand eine deutliche 14:45 Niederlage für den FSC auf der Anzeigetafel.

Doch das war für die Jenaer im wahrsten Sinne des Wortes zweitrangig. Mit Silber hatten sie alle Erwartungen übertroffen und ein breites Grinsen auf den Lippen bei der Siegerehrung im Stralsunder Hafen.

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Team FSC
Deutschlandpokalfinale 2016 FSC
Team FSC in Stralsund

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