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Deutschlandpokalfinale: FSC Herren erst im Finale gestoppt

17.06.2013

Von Michael Stanek

Hanau. Was der DFB-Pokal für die Fußballfans ist, das ist der Deutschlandpokal für die Fechtsportbegeisterten. Vier siegreiche Mannschaftskämpfe lagen seit Oktober hinter dem Herrenflorett-Team des FSC Jena. Durch Erfolge über Weida, Weimar, Nürnberg und Halle erreichte die Mannschaft um Michael Stanek, Johannes Hufnagl, Johannes Karmann und Holger Labisch das Finale des diesjährigen Deutschlandpokals, ausgetragen im hessischen Hanau. Zum ersten Mal gelang es den FSC Herren, nachdem die Damen den Sprung zum Finalevent bereits letztes Jahr erfolgreich meisterten.

Begehrte Trophäen (©www.facebook.com/deutschlandpokal)

Am Wettkampftag wurden die Paarungen ausgelost. Im Viertelfinale kam es zur Paarung mit dem PSV Stuttgart. Für Holger Labisch und Michael Stanek ein Déjà-vu, denn diese Paarung hatte es bereits 2005 im Viertelfinale gegeben. Damals starteten beide noch für den TuS Jena und gewannen den Deutschlandpokal. Ein gutes Omen vielleicht? Doch so eindeutig wie vor acht Jahren ging es diesmal nicht mehr zu. Die Jenaer Fechter führten von Beginn an, lagen konstant mit vier bis fünf Treffern vorn. Doch gegen Ende des Mannschaftskampfes strauchelten die Jenaer ein wenig, sahen sich auf einmal einem Rückstand ausgesetzt. Straucheln ja, aber nicht fallen. Johannes Karmann und Schlussfechter Michael Stanek drehten den Rückstand und entschieden den Mannschaftskampf mit 45:42 zu Gunsten des FSC Jena.

Im Halbfinale wartete die Equipe des Darmstädter FC, Deutschlandpokalsieger 2007 und Finalist 2011. Ein gutes Team, das bekamen die Jenaer von Beginn an zu spüren. Schnell lagen sie mit fünf Treffern hinten. Doch Routinier Michael Stanek hielt die Mannschaft im Rennen. Immer wieder holte er einen Rückstand auf und verwandelte diesen in einen Vorsprung. So auch im Schlussgefecht. Am Ende hieß es 45:41, der Finaleinzug war perfekt!

Vor dem Finale galt es noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Denn dort erwartete die Jenaer kein Geringerer als die Mannschaft des TB Burgsteinfurt, Titelverteidiger und Seriensieger 2010-2012. Schnell zeigte sich, warum diese Mannschaft in den letzten Jahren so erfolgreich war. Eine homogene Mannschaft mit guten Nachwuchssportlern und erfahrenen Fechtern. Die ersten sechs Gefechte gingen alle verloren. 9:25 lagen die Jenaer hinten. Doch dann keimte noch einmal Hoffnung auf. Mit einer großen Energieleistung kämpfte sich Mannschaftskapitän Michael Stanek noch einmal auf 27:30 heran. Es keimte noch einmal Hoffnung auf. Doch auch durch die Jenaer Aufholjagd ließen sich die Mannen aus dem Münsterland nicht beirren, zumal den Jenaer anzumerken war, dass langsam die Kräfte schwanden. Mit 31:45 mussten sich die FSC Herren letztendlich verdient geschlagen geben. Zum ganz großen Wurf reichte es an diesem Tag nicht.

Doch auch mit Platz zwei waren alle Beteiligten mehr als zufrieden. Glücklich und ausgelaugt durch die Anstrengungen des Tages feierten die Jenaer ihren zweiten Platz, bis in den späten Abend hinein.

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön der gesamten Mannschaft an die Vereinsführung des FSC Jena, vor allem an Hans-Gerd Jörgens, für die super Organisation im Vorfeld und Unterstützung unserer Mannschaft.

2013 Deutschlandpokalfinale Hanau - Team Herrenflorett

Ein kräftiges „Viva Jena“
Euer Herrenflorett-Team