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B-Jugend: Aufwärtstrend in Altenburg

13.03.2012

Von Susanne Michaluk

Altenburg. Am vergangenen Sonntag fand in Altenburg das siebte Qualifikationsturnier für die Deutschen Meisterschaften in der B-Jugend statt. Vom FSC-Jena waren Richard Dorow (1998) sowie Juliane Biedermann (1998) am Start. Lilly Rußwurm (1999) musste auf Grund einer Knieverletzung ihren Start leider absagen.

In Julianes Jahrgang waren insgesamt 21 Mädels am Start. Sie startete ihre Vorrunde erstmals mit einem Sieg und war dementsprechend gut gelaunt. In den darauffolgenden Gefechten wollte Jule unbedingt weitere Siege einstreichen. Nach guten Aktionen, besonders in der Verteidigung, fehlte ihr dann oftmals das Trefferglück, was bedeutete, dass es leider bei diesem einen Sieg blieb. Dennoch erreichte sie den 16er Direktausscheid. In diesem Achtfinalgefecht startete Jule wieder „mutig" und lag zu Beginn des Gefechtes vorn. Bis zur Pause gestaltete sie das Gefecht weiter offen. In der Pause erhielt sie die taktische Anweisung, „noch mutiger im Angriff zu sein und nach einer erfolgreichen Parade Riposte ein Wechsel in den Aktionen vorzunehmen". Sie nahm sich diesen Worten an und setzte sofort nach der Pause zwei Treffer und begann damit ihre Aufholjagd. Leider kämpfte auch ihre Gegnerin weiter mutig nach vorn und hielt sich Jule immer wieder mit eigenen Treffern „vom Laib". Am Ende musste sich Jule doch geschlagen geben. „Jule hat sich an diesem Tag besonders bei der Parade Riposte sicher auf der Bahn präsentiert. Auf diese Aktion kann sie sich momentan verlassen. Nun muss sie noch besser in den Aktionen wechseln und auch den Angriff in ihre Taktik mit einbauen. Gelingt ihr dies, ist eine vordere Platzierung bei den kommenden Turnieren möglich."

Im Herrenflorett waren in Richards Jahrgang 24 Starter vor Ort. In der Vorrunde zeigte sich Richard im Vergleich zu vorrangegangenen Turnieren wieder von seiner „starken" Seite und startete mit sicheren und selbstbewussten Siegen. Niemand konnte ihm so richtig das Wasser reichen und so gewann er mit insgesamt nur fünf Gegentreffern alle seine Vorrundengefechte. Im darauffolgenden 16er Direktausscheid, welcher in Altenburg ohne einen Hoffnungslauf gefochten wurde, war er an Nummer 2 gesetzt und gewann sein Gefecht sicher mit 10:5. Leider gab es aus organisatorischen Gründen im Anschluss eine Pause von fast einer Stunde, die nicht jedem gut tat. Im Viertelfinalgefecht musste Richard dann gegen R. Richter, ebenfalls Linkshänder, aus Halle ran. Den Anfang „verschlief" er im wahrsten Sinne des Wortes und lag schnell-zu schnell-mit fünf Treffern hinten. Auch nach der Pause konnte Richard diesen Rückstand trotz großen Willens nicht mehr aufholen und unterlag dem Hallenser, was am Ende Platz 5 für ihn bedeutete. Nach Platz 3 in Kraftsdorf Ende Februar war dieser Platzierung aber ein wichtiger Schritt für Richard in Richtung Deutsche Meisterschaften Anfang Mai in München, da seine direkten Ranglistennachbarn bereits im 16er Direktausscheid ihre Gefechte verloren. „Richard hat sich aber an diesem Tag und besonders in der Vorrunde so gezeigt wie man ihn aus der letzten Saison noch Erinnerung hatte. Diese Gefechte haben gezeigt, dass Fechten oftmals im Kopf entschieden wird - ein deutlicher Aufwärtstrend und ein wichtiges Zeichen zum richtigen Zeitpunkt. Kann Richard diese Leistung bei den noch ausstehenden Turnieren weiter abrufen, steht einer Reise nach München nichts im Weg."

Bis zum Ende der Qualifikationsserie stehen noch zwei wichtige Turniere aus. Das nächste ist bereits in 14 Tagen in Halle, welches von Erfahrungen der vergangenen Jahre her auch internationale Beteiligung aus Japan mit sich bringt. Wenn alles positiv verläuft, kann bei diesem Turnier eventuell auch Lilly Rußwurm wieder mit an Start gehen. Auch sie spricht noch ein Wörtchen bei der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften im Jahrgang 1999 für den FSC-Jena mit.