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Die Kombination machts

01.11.2011

Ein tolles Jahr für Maike Hammers geht nun bald zu Ende: Die Fechterin des Fechtsportclubs Jena hat es in den Bundeskader geschafft, belegte mit der A-Jugend-Mannschaft Thüringens den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften und wurde kürzlich sogar zu Jenas Nachwuchssportlerin des Jahres nominiert.

"Darüber habe ich mich riesig gefreut", so die 14-Jährige. Doch große Chancen auf den Sieg rechnet sie sich nicht aus. "Dafür ist Fechten leider noch zu unpopulär in der Bevölkerung."

Doch wer weiß? Für Überraschungen ist die Altenburgerin immer gut. Im vergangenen Jahr belegte sie beim Fair-Resort-Cup, dem WM-Qualifikationsturnier der A-Jugend im Damenflorett, einen sensationellen 12. Platz. "Maike ist eine sehr intelligente, zielstrebige junge Dame, ausgeglichen und sehr kommunikativ", weiß ihr Trainer Wolfgang Bohn. "Sportlich hat sie enorme Fortschritte gemacht. Maike hat das Vermögen, international erfolgreich an Europa- und Weltmeisterschaften teilzunehmen. Dafür braucht sie aber noch mindestens zwei Jahre."

Das große Ziel ist also die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften. "Die besten Vier ihrer Altersklasse qualifizieren sich jeweils für die internationalen Meisterschaften", berichtet Maike, die seit zwei Jahren das Jenaer Sportgymnasium besucht. Ungewohnt sei es anfangs hier gewesen, auf die neuen Räumlichkeiten und die Lehrer musste sich die Altenburgerin erst einstellen. Zum Glück teilt sie sich das Zimmer mit der gebürtigen Hallenserin Elisabeth Stoß, die sie von früheren Wettkämpfen bereits kennt. Heute sind die beiden beste Freundinnen, aber auch Konkkurrentinnen. "Das ist jedoch kein Problem", meint Zimmerkameradin Elisabeth.

7.30 Uhr beginnt die Schule, danach ist Training angesagt, manchmal auch zweimal am Tag. Oft stehen die Fechterinnen bis 18 Uhr in der Halle. Da bleibt nicht mehr viel freie Zeit. Das stört die Sportlerinnen aber keinesfalls: "Fechten macht so viel Spaß!", erklärt Maike, die als Neunjährige erstmals gefochten hat. Freunde hatten sie zum Training mitgenommen. "Eigentlich war ich schon etwas zu alt dafür." Doch Maike hatte sich sofort mit dem Fecht-Virus infiziert. "Dieser Sport fasziniert mich, vor allem die Kombination von Kondition, Taktik und Technik, die man als Fechterin beherrschen muss." Viel fürs Leben lernt man auch dabei: einen gewissen Biss, Durchsetzungsvermögen, aber auch, sich auf andere Menschen einzustellen.

Beweisen kann sie das kommenden Wochenende, wenn der Fair-Resort-Cup zum siebten Mal im gleichnamigen Hotel stattfindet.