Logo FSC-Jena

Einer für alle, alle für einen

01.11.2011

Erstes großes Mannschaftsturnier für Schüler

Von Nadine Sourisseaux

Merseburg. Hab ich alles? Hose? Jacke? Maske? Fechtpass? Alles eingepackt und los geht's. Sicherlich so oder ähnlich begannen die jüngsten Schüler ihren vergangenen Samstagmorgen.

Am 29.10.2011 fand in Merseburg das 2. Mannschaftsturnier der Schüler statt. Der FSC Jena e.V. sicherte eine Teilnahme einer Herren- und Damenmannschaft zu und schickte mit Manuel Görtz, Benedikt Kühnel, José Neumann, Lisanne Kühnel, Eila Pes, Julia Breyer und Laura Hönnger noch junge Schüler ins Rennen. Die Fechter sollten mit diesem Turnier neue Erfahrungen sammeln, den Mannschaftsgedanken stärken, sich auf kommende Turniere vorbereiten und natürlich Spaß am Fechten haben.

In den Tag starteten die Jungs mit einer Drei-Mann starken Mannschaft. Sie konnten sich ganz gut einfinden und zeigten schon im ersten Gefecht reichlich Kampfgeist. Durch einen starken Zusammenhalt konnten die Drei klar mit 45:34 gegen die Kampfgemeinschaft Merseburg/Schkeuditz siegen. Mit einer guten Mannschaftsaufstellung, die sich das ganze Turnier über bewies starten die Jungs ins nächste Gefecht.

Während sich die Jungs auf das nächste Gefecht einstellten starteten die Mädchen ihre erste Runde. Der erste Gegner hieß hier Schkeuditz. Gegen die starken Fechterinnen konnten sich die Jenaerinnen jedoch nicht durchsetzten und mussten sich am Ende mit 19:45 geschlagen geben. Neben Laura Hönnger, die zwischen den jungen Schülerinnen schon als erfahrener Hase gilt, zeigten die anderen Mädels Durchhaltekraft in ihrem ersten Mannschaftsturnier. Besonders Lisanne konnte mit ihrer positiven Energie alle anstecken und ließ sich ihr erstes Turnier überhaupt gar nicht anmerken. In einem guten Vierergespann kam da im zweiten Gefecht gegen den FC Radebeul jeder mal abwechselnd zum Einsatz, bei dem es am Ende aber leider nicht zu einem Sieg reichte.

Während die Mädels mit leicht gesenkten Köpfen die Bahn verließen, bissen sich die Jungs ihre Zähne an Halle aus. Die erfahrene Mannschaft konnten sie nicht knacken und mussten sich am Ende 32:45 ergeben. Der nächste Gegner war auch nicht leicht. Der Dresdner FC konnte sich in einem harten Kampf mit 45:34 durchsetzen. Aber die Jungs ließen die Köpfe nicht hängen und gingen als eingeschworene Mannschaft im Direktausscheid gegen die Merseburger Raben an den Start. Hier konnten sie wieder ihr Können beweisen und fegten die Merseburger Fechter mit 45:24 von der Planche. "Das war echt stark" äußerte sich Nadine Sourisseaux, die an diesem Tag als Unterstützung für die Jenaer Fechter zur Seite stand und ständig zwischen den Bahnen hin und her sprang.

"In einem Mannschaftsturnier ist es wichtig, dass die Gemeinschaft gefördert wird und das haben wir heute alle Mal erreicht. Ich bin begeistert, wie willensstark schon die Kleinen sein können. Da hat es sich richtig gelohnt heute aufzustehen." fügte Nadine hinzu.

Nebst reichlicher Unterstützung ihrer Eltern bestritten die Mädchen ihren letzten Kampf gegen die Fechtgemeinschaft Sachsen Anhalt. Am Anfang führten die Gegner eindeutig, doch die Jenaer Florettistinnen holten durch starke Einsätze auf und haben am Ende nur knapp mit 38:45 verloren. Für die Damen-Mannschaft des FSC ergab sich so eine Endplatzierung auf dem 4. Platz.

Während die Mädchen geschafft ihre Sachen packten, mobilisierten die Jungs noch einmal ihre Kräfte gegen Radebeul, mussten sich aber am Ende 27:45 geschlagen geben. Das war noch lange nicht das Ende. Jeder Platz musste ausgefochten werden. Doch im Kampf um Platz drei reichte die Kondition nicht mehr für einen weiteren Sieg gegen den Dresdner FC. Die Jenaer Jungs erreichten also einen guten 4. Platz. 

Zum Abschluss fügte Nadine hinzu: "Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag. Den Mädchen fehlt in manchen Situationen noch der Mut und die Jungen müssen gezielter ihrer Aktionen einsetzen. Doch angesichts der vielen Niederlagen standen immer alle beisammen und halfen sich gegenseitig, bügelten den Rückstand Anderer wieder aus oder jubelten einfach an der Bahn der Vereinskollegen. Gemeinsam. Alle. Zusammen mit den Eltern. Das ist es doch, was ein Mannschaftsturnier ausmacht!"

>> Bilder