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Hinter den Kulissen

30.09.2011

Enrico Sourisseaux (15) kontrolliert die Technik und die Waffen der Akteure

Von Michael Ulbrich

Jena. Enrico Sourisseaux schaut ganz genau hin. Der 15-Jährige zieht die Augenbraue hoch, hebt etwas den Kopf. Ja, so könnte es passen. Das Florett kann nun seinen Dienst wieder aufnehmen.

Enrico Sourisseaux ist für die technische Betreuung während eines Fechtturnieres verantwortlich. Das Aufgabengebiet ist dabei allumfassend: "Vom Überprüfen der technischen Turnieranlagen bis hin zu Instandhaltung und Reparatur der Materialien der Fechter oder des Thüringer Fechtverbandes", erzählt Enrico Sourisseaux, der freilich auch gern selbst zur Waffe greift und sich auf der Planche misst. "Wenn Fechter Probleme mit ihren Waffen haben kümmere ich mich darum und versuche sie zu lösen", sagt er. Auch bei den Mitteleuropäischen Meisterschaften am Wochenende saß er, bastelte und kontrollierte. Seit anderthalb Jahren tut er das schon. Schon immer habe er sich neben dem Fechten dafür interessiert. "Ich mache das, weil ich nach meiner Rückenoperation im April 2009 gemerkt habe, dass ich als Fechter nie den Erfolg haben werde, internationale Erfolge zu bringen", sagt er. Der Traum eines jeden Sportlers seien die Olympischen Spiele, dort teilzunehmen, das weiß er, wäre ihm als aktiver Fechter nie vergönnt gewesen.

2011 MEM Enrico Sourisseaux

 "Ich habe mich schon immer für die Technik interessiert und habe angefangen mir vom Techniker des Deutschen Fechter Bundes, Uli Döring, bei dem Jenaer Fair-Resort-Cup Dinge erklären und zeigen zu lassen", sagt Enrico Sourisseaux. Dies habe ihm dann sehr viel Spaß bereitet. "Und so habe ich eben angefangen, unsere Fechter in Jena zu betreuen was diese technischen Dinge angeht", sagt er. Ganz nebenbei sei ihm noch etwas aufgefallen: "Daraufhin habe ich gemerkt, dass ich so viel mehr international herumkommen könnte wie ich es als Fechter nie geschafft hätte". Da ist das große Ziel ganz klar: ,,2016", sagt er, "da möchte ich nach Brasilien als Techniker fahren". 2016 steigen in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele. Und aus dem Traum könnte so ganz schnell Wirklichkeit werden.