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MEM Dresden: Lilly zurück in der Erfolgsspur

10.04.2011

Von Thomas Stanek

Dresden. Die Jungs hatten es vorgemacht. Sie hatten eine Medaillie mit nach Jena gebracht, dazu noch eine Goldene. Insgesamt 2 Medaillien im Schülerbereich, dies war die Zielstellung des Jenaer Trainerteams. 4 Eisen hatte der FSC am Sonntag im Feuer -  Lilly Rußwurm, Pauline Buchwald, Laura Hönnger, Emilie Müller.

Laura und Pauline waren im Jahrgang 2000 am Start. Beide hatten sich viel vorgenommen. Laura startete verhalten in den Wettkampf. Ein Sieg aus der Vorrunde reichte letztendlich nicht zum weiterkommen. Besser machte es Pauline in der ersten Runde. Sie konnte 3 Siege verbuchen und in die Zwischenrunde einziehen. Hier war am heutigen Tag überraschend Schluss, es fehlte am Ende nur ein Treffer. „Die Paraden waren sicher, jedoch fehlten die entsprechenden Riposten und der Mut zur offensive bei beiden. Das Ziel ist Treffer zu setzen und nicht nur verhindern.“ Resümierte FSC Trainer Thomas Stanek die Tagesleistung der beiden.

Im Jahrgang 2001 war nur Emilie Müller am Start. Tapfer und frech focht sich Emilie durch die Vorkämpfe und schaffte erneut  den Sprung in  die Runde der besten 8. Wie schon so häufig in dieser Saison wartete dort die unüberwindbare Hürde Julia Morgenroth aus Weida, die Emilie sowohl körperlich als auch fechterisch noch voraus ist. „…immer bekommen wir die im Viertelfinale…“ stöhnte Emilies Mama schon vor den Gefecht.  Aber Emilie trug es mit Fassung und schlug sich achtbar.

Lilly Rußwurm war die einzige FSC Starterin im Jahrgang 1999. Sie hatte sich viel vorgenommen. Die Saison war bisher gar nicht nach ihren Vorstellungen verlaufen. Immer wieder hatten Verletzungen sie zurückgeworfen – in den letzten Wochen zeigte die Formkurve im Training jedoch wieder nach oben.

Der Start war jedoch alles andere als nach Maß die ersten beiden Gefechte, gegen die vermeintlichen Favoriten Ira Sothen aus Schkeuditz und Verena Schilling vom Chemnitzer PSV gingen direkt verloren. Doch Lillys Wille war ungebrochen. Die folgenden 3 Gefechte entschied sie klar für sich. Leider reichte es nicht ganz für einen positiven Siegindex -  das letzte Gefecht ging mit 4:5 verloren.

In der 2. Runde lief es schon wesentlich besser für Lilly. Zwar konnte sie nicht durchziehen, jedoch fand sie zu alter Stärke zurück und erreichte 4 Siege. Mit diesem Ergebnis war ihr ein Platz im Finale der besten 8 sicher und es winkte ein definitiv machbares Los aus dem Mittelfeld der Finalistinnen.

Der Aushang war draußen – die Gegnerin stand fest – gemischte Gefühle machten sich breit. Tina Wenzke aus Oschatz war die Aufgabe. In der Runde konnte Lilly nur dank taktischer Disziplin nach Zeitablauf mit einem Treffer gewinnen.

Das Gefecht forderte von Lilly ein hohes Maß an Konzentration. Ihre Gegnerin stellte sich ausschließlich „hinten rein“ und spekulierte auf ein Vorbeistoßen von Lilly. Doch Lilly zeigt wie schon den gesamten Tag eine starke Beinarbeit und machte es damit der Gegnerin nicht einfach den richtigen Moment für ihre Mitstöße zu erwischen. Lilly ging mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause. Nach der Pause änderte Ihre Gegnerin die Taktik und ging in die Offensive. Es wurde nochmal spannend und ein Herzschlagfinale. In dem Lilly hauchdünn bei Zeitablauf die Oberhand behielt.

Im Halbfinale wartete die Seriensiegerin Verena Schilling aus Chemnitz. Sie erwies sich an diesem Tag als eine Nummer zu groß. Das Gefecht verlor Lilly klar, jedoch war sie keinesfalls traurig über das verlorene Gefecht vielmehr Stand die gewonnene Bronzemedaille im Focus.

„Lilly hat sich heute stetig gesteigert. Sie hat heute zum ersten Mal auf dem Turnier ihre Beine richtig eingesetzt. Umso früher die Kinder verstehen wie wichtig die Beinarbeit im Gefecht ist umso schneller wird man auch erfolgreich. Das Viertelfinale hat Lilly dank ihrer Beinarbeit gewonnen. Es freut mich, dass sie sich bei diesem wichtigen Turnier in alter Form gezeigt hat. Ich bin gespannt auf ihre Leistung in Weimar.“ fasste Trainer Thomas Stanek zusammen.