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Lilly kommt in Fahrt

19.04.2011

von Thomas Stanek

Weimar. Die mittel“europäischen“ Meisterschaften waren noch keine Woche her, da mussten die jungen Florettfechter in Weimar erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Zu den Routiniers gesellten sich an diesem Wochenende auch die zwei Frischlinge Jannes Dressel und Manuel Görtz die erst am Dienstag ihre Turnierreifeprüfung erfolgreich gemeistert hatten.

Licht und Schatten lagen am Samstag wieder dicht beieinander. Im Damenflorett tat sich Lilly Rußwurm besonders hervor. Sie wollte zeigen, dass die sehr gute Leistung von Dresden und der damit verbunden Bronzemedaille keine Eintagsfliege war. Lilly zeigte eine gute Leistung in einer starken ersten Runde. 4 Siege standen am Ende auf dem Tableau unter anderem auch gegen Leonie Strecker gegen die Lilly in der Saison bisher keinen „Stich“ sehen konnte. Im der Runde der besten 16 gab sich Lilly gegen ihre Gegnerin Lilly Biedermann keine Blöße und siegte Souverän. Im Viertelfinale startete Lilly eher verhalten ehe sie das Gefecht mit 10:7 für sich entscheiden konnte. Überglücklich über die damit gewonnene Bronzemedaille traf sie im Halbfinale auf die Chemnitzer Überfliegerin Verena Schilling, die in Dresden schon eine unüberwindbare Hürde darstellte. Doch diesmal startete das Gefecht anders, Lilly legte ihren Respekt vor der Gegnerin ab und konnte dank erfolgreicher Offensivaktionen mit einem 5:4 Vorsprung in die Pause gehen. Ihre Gegnerin stellte nach der Pause die Taktik um, zeigt viel mehr Geduld und zeigte sich selbst nicht mehr so offensiv. Lilly schien von der Tatsache der Führung und der kompletten taktischen Umstellung ihrer Gegnerin verunsichert. Der Mut das Gefecht zu Ende zu bringen fehlte. „Es war die berühmte Angst – die Angst vor dem Gewinnen, denke ich. Aber Lilly hat heute erneut unter Beweis gestellt, dass die Formkurve nach oben zeigt. Sie war sehr athletisch auf den Beinen und viele tolle Offensivaktionen gezeigt. Die Umstellung der Betreuung im Training und Wettkampf hat ihr gut getan. Ich bin sehr zufrieden mit ihr.“ bewertete FSC Trainer Thomas Stanek Lillys Wettkampf.

Lilly Weimar

An diesem Tag sehr gut aufgelegt: Lilly Rußwurm

Im Damenflorett 2000 wollten Pauline Buchwald und Laura Hönnger, den Wettkampf in Dresden vergessen machen. Beide zeigten gute Vorrunden mit jeweils 3 Siegen. Im Anschluss daran konnten sie ebenfalls ihre 16er K.O. Gefechte souverän gewinnen. Laura hatte sich zusätzliche moralische und fachliche Unterstützung in Form ihrer Patenonkels Burkhard Zinner besorgt – der 10 Jahre die Bohn’sche Fechtausbildung genossen hatte. Für Pauline und Laura endete der Tag versöhnlich mit den Plätzen 6 und 7. Damit haben beide gezeigt, dass das Turnier in Dresden ein Ausrutscher war.

Laura mit Patenonkel

Training während des Wettkampf - Laura und ihr Patenonkel Burkhard Zinner

Im Jahrgang 2001 gingen Emilie Müller und Julia Breyer an den Start. Julias Samstag war es definitiv nicht -  es lief gar nicht und so musste sie schon in der ersten Runde die Segel streichen – sehr schade, wo sie doch in die letzte Woche gut trainiert hatte. „Strahlefrau“ Emilie zeigte ihre gewohnte Leichtigkeit und meisterte die erste Runde. In der Runde der besten 16 war diesmal Schluss, selbst die Unterstützung der zusätzlich angereisten Omi konnte an diesem Tag die 5:10 Niederlage nicht verhindern.

Vom Glanz der Mädchen ließen sich die Jungs des FSC nur bedingt anstecken. Max Bornschein (2000) revidierte sein Ergebnis von Dresden, wo schon in der ersten Runde Schluss war. Fast sah es so aus als ob er wieder frühzeitig ausscheiden sollte, doch er schaffte knapp den Sprung in die 2. Runde. Ebenfalls bis in die 2. Runde konnte Benedikt Kühnel vorstoßen. Jedoch reichte ein Sieg in der 2. Runde nicht mehr aus um ins KO zu kommen. Max hingegen gelangen 3 Siege und somit der Einzug ins Achtelfinale. Mit seinem Gegner kam er jedoch nicht zurecht. Die Angriffe verfehlten ihr Ziel und Max verlor mit 4:10. Jannes Dressel als Frischling gelang in der ersten Runde ebenfalls ein Sieg. In der 2. Runde konnte er keinen weiteren Sieg verbuchen.

Im Jahrgang 2001 war die Erwartungshaltung riesig, wo doch mit Simon McCaulley der amtierende mittel“europäische“ Meister vom FSC an den Start ging. Für Jose Neumann war das Turnier besonders wichtig um die Qualifikation für die im Juni stattfinden Thüringer Meisterschaften zu erreichen. Simon und Jose meisterten in mittlerweile gewohnt ruhiger und zuverlässiger Manier die erste und 2. Runde. Jedoch nicht Niederlagenfrei. So dass absolute Top-Positionen in der Rangliste für das KO verfehlt wurden. Simon verlor völlig überraschend gegen Erik Buchmann von Nordhäuser FSC mit 9:10. Jose schaffte es ebenfalls nicht über die Runde der besten 16en hinaus. Das Unvermögen des Kampfrichters gepaart mit der höchst regelfragwürdigen Fechtweise seines Gegner ließen Jose verzweifeln und FSC Trainer Thomas Stanek fast zum explodieren. Jedoch waren die Tränen und Wut schnell vergessen – die Qualifikation zu den Thüringer Meisterschaften war geschafft.  FSC Frischling Manuel Görtz schnupperte in Weimar Wettkampfluft und sammelte auf seinem ersten Turnier erste Erfahrungen.