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Marike Wegener führt ein Leben für ihren Lieblingssport

17.02.2011

Quelle: www.tlz.de

Nordhausen. Am 22. Januar begann für die junge Nordhäuserin, die am Leistungszentrum in Jena lernt und trainiert, der Fechtmarathon in Zagreb (Kroatien). 121 Fechterinnen gingen an den Start. In der Vorrunde konnte Marike fünf Siege für sich verbuchen. An Platz 18 gesetzt, erhielt sie für die nächste Runde ein Freilos eine willkommene Pause von den anstrengenden Gefechten. Im anschließenden 64er-Direktausscheid besiegte Marike Wegener Jenifer Yamin (USA) mit 6:9. Bei Veronika Lavrenova war dann Endstation. Mit 15:6 musste sich Marike der Russin geschlagen geben und erreichte am Ende, als zweitbeste Deutsche, Platz 22.

Eine Nacht der Erholung im Hotel blieb ihr und schon ging es für eine Woche nach Wien ins Trainingslager und zum Abschluss nach Graz zum Alpe-Adria-Cup. Ohne Niederlage focht sie sich ins Halbfinale und unterlag da der Österreicherin Kim Weiss knapp mit 15:11. Platz drei war der Lohn.

Zurück am Sportgymnasium wartete eine Woche mit Schulstress und Training. Freitag in der Frühe erfolgte schon wieder Abfahrt nach Lyon (Frankreich) zum nächsten Weltcup.

Trainer Wolfgang Bohn ist wahrlich nicht zu beneiden, fährt er doch jeden Kilometer selbst, um seinem Schützling zur Seite zu stehen. Auf die späte Ankunft in Lyon folgte eine kurze Nacht. Es galt, am Samstag wieder fit und halbwegs wach in der Fechthalle zu sein. Seit Jahren ist das Alltag für die 17-Jährige Nordhäuserin, die ihren Sport so sehr liebt. Marike bestritt die Vorrunde souverän, gewann gegen die Niederländerin Randan 2:5, gegen Mariy Deschytter aus Belgien 4:5, Isora Thibus aus Frankreich 3:5, Saki Asano aus Japan 1:5 und gegen die Polin Agata Walsinyk 1:5 und musste nur eine Niederlage gegen Jacky Dubrocich (USA) hinnehmen. Die Mühe hat sich gelohnt, hatte sie damit doch ein Freilos für das kommende Gefecht in der Tasche.

Im Tableau der 64 Besten besiegte die ehrgeizige Fechterin dann Martina Sinigalia aus Italien mit 12:15. In der 32er-K.O.-Runde überraschte Marike Wegener mit einem 15:11-Sieg über die Amerikanerin Sara Taffel. Das anschließende Gefecht ging zwar mit einem deutlichen15:3 an Martyna Jelinska aus Polen, bescherte Marike aber mit Platz 15 das zweitbeste deutsche Ergebniss und einem Startplatz im Nationalteam am nächsten Tag zum Mannschaftswettkampf.

In diesem erreichten die deutschen Juniorinnen mit Behr, Nehl, Fenger und Wegener Platz sechs. Obendrauf gab es ein großes Extra-Lob vom deutschen Damen-Floretttrainer für Marikes Leistung.

Am vergangenen Wochenende eilte Marike mit Tross noch mal schnell zum Aktiven-Weltcup. Die Reise war vergleichsweise kurz. Es ging nur nach Tauberbischofsheim.

Dafür warteten große Namen schon in der ersten Runde. Da steht man, wie Marike, schon mal der Olympia-Dritten von Peking, Margherita Granbassi aus Italien, gegenüber. Ein einmaliges Erlebnis für die in ihrem ersten Juniorenjahr startende Nordhäuser Fechterin.

Marike Wegener

Marike Wegener (links) traf in Tauberbischofsheim auf die Olympia-Dritte von Peking, Margherita Granbassi. Foto: privat

Am morgigen Freitag chauffiert Trainer Wolfgang Bohn seinen Schützling schon wieder nach Budapest zum nächsten Juniorenweltcup. Da bleibt viel Zeit, über den gemeinsamen Lieblingssport zu fachsimpeln. In der Junioren-Weltrangliste belegt Marike momentan Platz 57. Die Deutsche Rangliste führt sie auf Platz fünf. Ein großer Dank gilt der Deutschen Sporthilfe für die tolle Unterstützung.