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Richard Dorow "bärenstark"

11.01.2011

Richard Dorow mit starker Leistung

Von Susanne Michaluk

Leipzig. Am vergangenen Samstag fand in Leipzig das vierte Qualifikationsturnier für die Thüringer Rangliste (maßgebend zur Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften) statt. Aus Jenaer Sicht waren insgesamt sechs FSC-Sportler/innen am Start. Besonders bei diesem Turnier ist der Modus, welcher jeweils vom Veranstalter bzw. vom jeweiligen Fachverband festgelegt werden kann. Die Jahrgänge 1997 und 1998, welche normalerweise getrennt die Platzierungen untereinander ausfechten, wurden diesmal zusammen getan, was vor allen Dingen für die Sportler des Jahrganges 1998 eine große Aufgabe darstellte.

Am Besten und vor allen Dingen unbeeindruckt von diesem Modus zeigte sich wieder einmal Richard Dorow (1998). Mit jeweils nur einer knappen Niederlage in den beiden Vorrunden behaftet, qualifizierte er sich ohne Probleme für den 32-er Direktausscheid. In diesem konnte er zwei Gegner der Jahrgänge 1997 sowie den in den letzten Jahren starken Christian Lehmicke aus Schkeuditz ausschalten und sicherte sich damit einen Finalplatz. Im anschließenden Viertelfinale musste er erneut gegen Lehmicke antreten. In diesem Gefecht bewies er, dass er sich vor allen Dingen in der noch nicht ausgereiften Technik stark verbessert hat und konnte auch dieses Gefecht für sich entscheiden. Im Halbfinale musste er schließlich seinem Trainingskameraden vom LLZ Richard Peters (1997) gegenüberstehen. Er konnte an vielen Stellen mithalten, der Abstand zu dem ein Jahr älteren war allerdings dann doch zu groß. Platz 3 für Richard ein „rießen“ Ergebnis sowie die Führung auf der Thüringer Rangliste im Jahrgang 1998 und viel Anerkennung und Respekt von den älteren Fechtern.

2011 Leipzig Richard Dorow

Richard Dorow auf Platz 3.

Elisabeth Stoß und Luise Kober (beide 1997) musste ebenfalls wieder um wertvolle Punkte kämpfen. Während „Lissy“ den direkten Finaleinzug unter die besten 8 schaffte, musste Luise in dem Hoffungslauf um eine Finalplatzierung kämpfen. Gegen ihre Gegnerin aus Weimar Fabienne Bindel konnte sie das Gefecht zu Beginn ausgeglichen gestalten. Im Laufe des Gefechtes schlichen sich dann aber nach und nach wieder „alte“ Fehler bei ihr ein. Auch der unabdingbare Selbstglaube fehlte in den entscheidenden Situationen. Somit musst sie diesmal ohne eine Finalplatzierung nach Hause fahren, aber immer noch mit Platz 3 auf der Rangliste und der Möglichkeit sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. „Lissy“ konnte sich hingegen bis in das große Finale um Platz 1 vorkämpfen, obwohl Leipzig in den vergangenen Jahren kein gutes Pflaster für sie war. In einem knappen Gefecht gegen ihre Gegnerin aus Altenburg musste sie sogar einen Trefferrückstand wettmachen. Das Gefecht musste schließlich in der Verlängerung entschieden werden. Einen kurzen Moment des Zögerns nutze die Altenburgerin sofort zum Treffer aus und gewann das Turnier. „Lissy“ hat aber erneut ihre Position in dem Jahrgang 1997 unter Beweis gestellt (bei vier Turnieren immer unter den besten 3) und ihre Führung auf der Rangliste souverän verteidigt.

Martin Behrendt (1997), Juliane Biedermann (1998) und Marie Schubert (1997) waren ebenfalls am Start. Für alle drei ging es darum, die guten Trainingseindrücke auch in entsprechende Ergebnisse umzusetzen. Am Besten gelang dies Juliane. Sie konnte in den beiden Vorrunden ihre ersten Siege einstreichen und auch im Direktausscheid ein Gefecht für sich entscheiden. Nach dem Turnier hat man auch die Erleichterung bei ihr gemerkt, dass „der Knoten endlich mal geplatzt ist“. Platz 12 bei den 1998ern und die Erkenntnis, dass es bergauf geht. Marie Schubert tat sich in allen Vorrundengefechten schwer. Zwar zeigte sie in einigen Situationen gute Aktionen, konnte dies aber nicht in Siegen ummünzen. Ähnliches war dann in den Gefechten des 32er-Direktauscheides der Fall. Platz 15 bei den 1997ern Mädels zeigt, dass noch einige Arbeit im Training auf Marie wartet, die sie aber auch auf sich nehmen will. Martin Behrendt konnte ebenfalls Vorrundensiege aufweisen, was die Qualifikation für den 32-er Direktausscheid bedeutete. Zwar konnte er in diesem kein Gefecht mehr gewinnen, Platz 17 bei den 1997ern zeigt aber auch bei ihm einen Aufwärtstrend, der in den kommenden Wochen beim Training weiter ausgebaut werden muss.