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FSC Weihnachtsfechten - Die Rote Wanderlaterne

22.12.2010

Beim Weihnachtsfechten beweist manch Laie sein wahres Können

Von Michael Ulbrich

Jena. Gerald Pfister lunst in die Nachbarhalle. Dem umtriebigen Nachwuchstrainer vom KSV Motor Jena ist wohl der Glühweinduft in die Nase gestiegen. Die Fechter feiern Weihnachten – standesgemäß mit einem kleinen Spaßturnier. „Also wenn das nicht all zu lange dauert, giegel ich ein bisschen mit“, sagt Pfister und grinst. Sein Trainerkollege Wolfgang Bohn hat ihn sogleich auf das Tableau geschrieben.

 „Was muss ich jetzt eigentlich machen?“, fragt Elisabeth Wackernagel. Die Vorsitzende des Stadtsportbundes hat sich dann doch hinreißen lassen, mitzumachen. „Aber nur ein Gefecht“, sagt sie. Nun, da passt es, dass FSC-Boss Peter Kober gleich bereit steht.

Beim FSC-Weihnachtsturnier gewinnt der, der den ersten Treffer setzt – jeder muss gegen jeden ran. Das Teilnehmerfeld ist bunt gemischt. Ehemalige Fechter wie Florian Rink geben sich die Ehre, aktuelle Musketiere wie Florian Hein sind auch dabei. Dazu kommen Freunde und Förderer des Jenaer Fechtsports sowie ehrenamtliche Helfer des Vereins. „Damit es trotzdem irgendwie fair zugeht, wir den ‚Profis’ – also jenen, die einst das Fechten richtig erlernt haben – der Arm, mit dem sie den Degen halten, am Körper festgebunden“, sagt Wolfgang Bohn.

Weihnachtsfechten  2010

 

Am Ende gewinnt Markus Wildner, ein Fechter aus der Freizeitgruppe des FSC, vor Florian Rink und Johannes Karmann. Den Preis des Tages aber erhält Vereinschef Peter Kober – den der verliert am Ende das Duell gegen Elisabeth Wackernagel und wird Letzter. Einen wahren Freudensprung legt er hin, als er die Rote Laterne als Belohnung erhält. Diese sei aber nur eine „Wanderlaterne“, Kober müsse sie 2011 wieder abgeben – wenn er denn nicht erneut Letzter würde. Gerald Pfister blickt fast etwas neidisch drein – er wird Zehnter und hat die Laterne damit nur knapp verpasst. 2011 will wieder mal rüber lunsen in die Nachbarhalle zu den Fechtern – ein bisschen mitgiegeln.