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Hammers ist der Hammer

01.11.2010

Tamina Knauer aus Tauberbischofsheim gewinnt den Fair-Cup 2010

Von Michael Ulbrich

Jena. Maike Hammers verfolgt das Duell auf der Hochbahn ganz genau. Gespannt beobachtet sie. wie sich Tamina Knauer und Leandra Behr belauern. ein lautes Trampeln - und Ausfallschritt. Treffer. Tamina Knauer   1:0. Maike Hammers klatscht  Beifall. Die Jenaerin ist beste Thüringerin  geworden beim Fair-Resort-Cup - und hat damit alle Erwartungen übertroffen. Platz zwölf  der Hammers ist ein Hammer „ich war taktisch diszipliniert“ sagt sie, schaut rüber zu ihrem Trainer Wolfgang Bohn und sagt trocken: Ich habe eben gemacht, was mein Trainer gesagt hat.“ Geahnt habe sie nicht. was sie da erreicht hat. Aber ich war dann einfach gut drauf.“ Für den Einzug ins Finale der besten Acht reichte es nicht. Noch nicht, wie sie betont, denn zweimal könne sie ja noch teilnehmen. „Und spätestens beim letzten Mal will ich um das Fahrrad mit fechten“. sagt sie. Dann dreht sie sich wieder dem laufenden Gefecht zu. Das ist schließlich spannend - zumindest am Anfang. Abwarten, Distanz halten, lauern, trampeln, Ausfallschritt - und Treffer. Bis zur ersten Pause führt Tamina Knauer schon 5:0.

Experte Thomas Stanek erklärt. dass es schon problematisch sei, weil die Finalgegnerin auch aus Tauberbischofsheim komme. „Man kennt somit die Schokoladen-Aktionen seines Gegners.“ Ist ja klar. Wenn man tagtäglich miteinander trainiert. Also kommt es darauf an. Die besonderen Aktionen zu erfinden, die der andere nicht kennt“ sagt Stanek - das gelingt Knauer recht formidabel: 6:0. 7:0 zieht sie davon.

Am Ende des zweiten Durchgangs führt die im Gegensatz zu Behr zwei Jahre ältere Knauer mit 8:3. Weil sie vielseitigen in ihren Aktionen sei, wie Stanek sagt. Es ist Knauers letzter Versuch, an das traditionelle Siegerfahrrad zu kommen. 2011 ist sie zu alt. Als Hobby gibt Knauer das Motorradfahren an - da kann so ein schmucker Drahtesel nicht schaden. Und so verteidigt sie ihren Vorsprung, sucht sich aus, wann sie offensiv wird und wann sie lieber das Weite sucht, bis auf 10:3 enteilt sie im letzten Drittel des Gefechts, Behrs Zwischenhoch zum 10:5 kontert Knauer geschickt: Abwarten, Distanz halten, lauern, trampeln, Ausfallschritt - und Treffer. 15:5 heißt es am Ende. 17:38 Uhr leuchtet zum letzten Mal die grüne Lampe auf. Dann ist die Sache erledigt. Knauer jubelt.

6. Fair Cup 2010 - Finalgefecht

Bis zur Siegerehrung verzieht sie sich lieber noch kurz muss dann aber einen letzten Sprint ansetzen, einen kurzen Slalom zwischen den Stühlen hinlegen und dann darf sie endlich lächeln.

Auch das hat Maike Hammers ganz genau verfolgt. Irgendwann will sie da oben stehen, da oben fechten, da oben siegen. Sie müsse dafür eben nur tun, was ihr Trainer sagt, sagt ihr Trainer Wolfgang Bohn und lächelt.