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Wieder die Klingen kreuzen

21.08.2010

5000 Euro von der öffentlichen Hand für das WM-Qualifikationsturnier des FSC Jena

Von Michael Ulbrich

Jena. Im August an den Fair-Cup zu denken, sei schon ungewöhnlich, sagt Wolfgang Bohn. Der Vorsitzende des Thüringer Fecht-Verbandes und Trainer am hiesigen Sportgymnasium, ist mit seinem Zeitplan etwas aus dem Takt geraten. Denn das schon traditionelle WM-Qualifikationsturnier der Kadetten in Jena steigt in diesem Jahr erstmals und letztmals zweimal. Am 30./31. Oktober werden im Fair-Hotel in Zöllnitz die Klingen gekreuzt. Es handelt sich um eine Terminverlegung aus dem Februar 2011. Der Fair-Cup wurde nämlich im internationalen Wettkampfkalender neu eingebettet. Durch ein großes Turnier, das gleichzeitig in Paris stattfand, und die zeitliche Nähe zu den Weltmeisterschaften im Frühjahr waren im Februar kaum noch die wirklich starken Nationen nach Jena zu locken. Schon seit längerem fehlten die Russinnen und Französinnen, in den vergangenen zwei Jahren kamen dann die traditionell starken US-Amerikanerinnen nicht mehr. Um diese Entwicklung umzukehren, entschloss man sich, das Turnier zu verlegen.

Die Reaktionen darauf seien durchweg positiv gewesen, wie Wolfgang Bohn sagte. Schon jetzt haben sich viele starke Fechterinnen aus aller Welt angekündigt. Auch der FSC Jena wird wieder einige seiner jungen Damen ins Rennen schicken. Aber der große Wurf wird heuer nicht gelingen. Zuletzt gelang es Marike Wegener 2009, bis in das finale Duell vorzudringen. Im Februar dieses Jahres schaffte sie es zumindest unter die besten zwölf. Die Jenaerinnen, die nachkommen, sind noch zu unerfahren auf internationalem Terrain.

Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Deshalb werden die 5000 Euro, die Landrat Andreas Heller (CDU) dieser Tage dem FSC Jena überbrachte, gut eingesetzt werden. Dem kleinen Verein hilft das Geld zuvorderst bei der Bewältigung der Organisation des Großereignisses "Fair-Cup" - überdies werden durch diese zusätzliche Einnahme Ressourcen frei, um noch mehr Geld in die Förderung des eigenen Nachwuchses zu stecken. Deshalb, so Bohn, sei der frühe August-Gedanke an den "Fair-Cup" gar kein schlechter. Den Takt wird er sicher schnell wieder finden.