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Sieg in der Eincheckhalle

Sieg in der Eincheckhalle

Fechten: Marike Wegener gewinnt in Schkeuditz und fährt nach Göppingen
Von Michael Ulbrich
Jena (OTZ). Eigentlich, sagt Wolfgang Bohn, habe das Fechttumier in Schkeuditz einen ganz besonderen Charme. Inmitten des Flughafens, zwischen Einchecken und Gepäckrückgabe zu fechten,
macht Spaß - der vielen Neugierigen wegen, die sich kurz vor dem Abflug in den Urlaub noch einmal der Kunst des Fechtens hingeben. 2010 war das anders, „Dank isländischer Vulkanasche gab es kaum Zuschauer“, sagt Bohn. Und so erlebten nur ein paar Gestrandete und das Flughafenpersonal den beeindruckenden Sieg der Marika Wegener vom FSC Jena.
Das Finale bestritt Wegener gegen Nadine Kreibich vom FSC Cottbus. Das Duell war am Ende doch sehr einseitig, mit 15:5 fegte die Jenaerin ihre Kontrahentin von der Planche.
Damit war sie aber nicht die einzige Jenaerin, die überzeugte. Theresa Luge (17.) und Saskia Jahns (19.) haben von ihrer Leistung her zur Weimarerin Anne Haupt, die 18. wurde, aufgeschlossen. Auch Haupt trainiert am Landesleistungszentrum in Jena und besucht hier das Sportgymnasium. Es
folgten Anne Backhaus (21.), Florentine Bohn (25.) und die noch B-Jugendlichen Maike Hammers [27.),  die für Altenburg startet, und Elisabeth Stoß (30.). „Dass auch sie unter den besten 30 waren. zeigt, dass beide auf einem guten Weg sind“, bemerkt ihr Trainer Wolfgang Bohn. Luise Kober
(36.) und Isabell Mittwoch (45.) komplettierten das Jenaer Abschneiden in Schkeuditz mit ihren Ergebnissen.
Bei den Herren war das Aufgebot aus Jena viel übersichtlicher. Anton Meißgeier wurde 39., Markus Kammel 52. Und Enrico Sourisseaux 63. In die Spitze konnte sich aus Sicht des Landesleistungszentrums nur Oliver Precht fechten, Der am Ende den Bronzerang inne hatte. Holger Nikoleizig (17./Nordhausen) und Jakob Herold (18./Weimar), die auch beide in Jena trainieren, verpassten knapp das Tableau der besten 16 Fechter.
Ohne Flughafen und viel weiter westlich schlug sich Herrenflorettvirtuose Philipp Kempert äußerst achtbar. Der Junior erkämpfte sich beim Aktiventurnier in Bonn den 23. Rang.
Schon an diesem Wochenende geht es munter weiter für die Jenaer Fechter. In Göppingen und Weimar müssen sie wieder Farbe bekennen - abseits jeglicher Gepäckrückgabe oder Check-in-Schalter.