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Erfolgreiche Musketiere

03.03.2010 - 12:31

Jena. (tlz) Ein neunköpfiges Aufgebot schickte der FSC Jena am letzten Wochenende zum Osterburgpokalturnier nach Harpersdorf. Lediglich die Brüder Dorow mussten krankheitsbedingt passen.

Platz zwei erfocht sich Lilly Rußwurm (Jahrgang 1999). Aufgrund einer souveränen Vorrundenvorstellung hatte sie für das Finale der besten Acht zunächst ein Freilos, kämpfte sich dann bis in das letzte Gefecht vor - dort verlor sie dann gegen Michelle Kuhnt (Merseburg), festigte aber mit Rang zwei ihre bisherige Ranglistenposition eins in Thüringen. Ebenfalls bis in das Top-Acht-Finale schaffte es Paul Weiß (1998). In der Vorrunde noch ohne Probleme erwischte es ihn dann gleich gegen den Altenburger Cornelius Petersen. Er verlor nach schnellem Rückstand und trotz großer Aufholjagd mit 4:8.

Eine Überraschung schaffte Phillipe Ancsin (1998). Zum ersten mal in seiner noch kurzen "Fechtkarriere" konnte er nicht nur die Vorrundengefechte positiv bestreiten, sondern qualifizierte sich ebenfalls für das Finale der besten Acht. Auch wenn er gegen den am Ende zweitplazierten Toni Lösche (Nordhausen) verlor, zeigt er sich vor allem fechterisch stark verbessert. "Endlich haben sich seine Bemühungen auch im Erfolg bemerkbar gemacht", sagte seine Trainerin Susanne Michaluk.

Auch Max Bornschein (2000) schaffte es, zu überraschen. Fechterisch im Vergleich zu den Vorturnieren verbessert gewann er in den beiden Vorrunden den Hauptanteil seiner Gefechte. Erst in der Halbfinal-Runde gingen ihm die Kräfte verloren und er konnte sich nicht für das Finale der letzten Acht qualifizieren. "Trainiert er aber so weiter, ist das nur noch eine Frage der Zeit", sagt Michaluk. Für Bornschein ist Platz zehn eine deutliche Bestätigung des Aufwärtstrends. Simon McCaulley (2001) muss ebenfalls im Jahrgang 2000 fechten. Wie bereits bei den bisherigen Turnieren zeigte er in den Vorrunden eine gute Leistung und qualifizierte sich für die Runde der letzten Acht. In dem Viertelfinalgefecht hatte McCaulley mit ein paar taktischen Schwierigkeiten zu kämpfen, konnte diese aber im Laufe des Gefechtes abstellen. Leider war der Vorsprung des Gegners aus Halle schon zu groß, um den Sieg an sich zu reisen - Platz sieben bedeutete die Sicherung seines zweiten Platzes in der Thüringer Rangliste.

Pauline Buchwald (2000), seit letztem Sommer erst beim Fechten, zeigt sich ebenfalls bei ihrem dritten Turnier überhaupt eine verbesserte Leistung. Überraschend konnte auch sie sich für das Finale der letzten Acht qualifizieren. In diesem verlor sie zwar gegen die spätere Turniersiegerin, Platz acht ist aber eine tolle Leistung. Juliane Bidermann (1998), Moritz Koch (2001) und Dominik Kerzel (1999) zeigten sich ebenfalls im Vergleich zu den vorrangegangenen Turnieren Verbesserungen. "Gerade Juliane Bidermann und Moritz Koch waren mutiger als noch zuvor", sagt Michaluk. Während Bidermann (10.) noch die Halbfinalrunde erreichen konnte, war für Kerzel (13.) und Koch (13.) in der zweiten Runde Schluss.

Insgesamt gibt es bis Ende April noch drei Turniere, die in die Wertung für die Thüringer Rangliste und damit in die Qualifikation für die Thüringer Meisterschaft - nur die ersten Zwölf der jeweiligen Altersgruppe sind qualifiziert - Ende Mai eingehen. Derzeit sind neun Fechter vom FSC qualifiziert, wobei der ein oder andere noch hinzukommen kann. Das
nächste Turnier steigt bereits am 13. März in Altenburg.

03.03.2010  (Quelle: TLZ) von Michael Ulbrich