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Eigene Planche als Gradmesser

Wenn am ersten Februar-Wochenende 2010 das prestigeträchtige Turnier des 5. Fair Resort Cups ansteht, wird sich der FSC Jena als Ausrichter für Platzierungen auf dem Treppchen strecken müssen. Zwar fehlt in diesem Jahr aufgrund eines parallel stattfindenden Turniers in Paris die Fechthochburg Frankreich, dennoch erwarten Jenas neun Starterinnen um Florett-Nachwuchstalent Marike Wegener (Platz 4 der Deutschen Rangliste) starke Konkurrenz.

„Der Druck auf unsere jungen Damen ist sehr groß. Sie befinden sich zwar auf einem aufsteigenden Ast, dieser muss aber noch wachsen“, zeigt sich FSC-Trainer Wolfgang Bohn mit Blick auf das Abschneiden seiner Schützlinge an der Seite von Wegener gedämpft optimistisch. „Das allgemeine Ziel definiert sich für Marike mit einer Bestätigung der bisher gebrachten Leistungen. Unsere anderen Fechterinnen sollten das positive Abschneiden in Moers als Maßstab nehmen“, wünscht sich Bohn. Während der zweite Platz mit einem Porzellan-Service aus Kahla prämiert wird, erwartet den Finalsieger ein Fahrrad der Firma Feldmeier. „So ein Fahrrad wäre schon schön“ sagt Marike Wegener, lächelt verlegen und hofft insgeheim nach dem Porzellan 2009 in diesem Jahr den finalen Treffer landen zu können.

Während der FSC Jena bis zum Anmeldeschluss am 01.02. 2010 mit rund 150 Startern rechnet, setzt sich das bisher angemeldete Teilnehmerfeld aus 88 nationalen und 25 internationalen Aktiven zusammen. Nationen wie Österreich, Rumänien, Ungarn, Polen, Italien sind gemeldet, selbst eine Brasilianerin aus Porto Alegre wird Jenas Planche im Fair Hotel betreten.

FSC-Präsident Peter Kober informierte am Rande darüber, dass es auch im Jahr 2011 einen Fair Resort Cup geben wird und somit das renommierten Fechtturnier eine 6. Auflage erlebt. „Wir haben bereits vor dem diesjährigen Turnier versucht in Absprache mit dem DFB einen Alternativtermin zu finden. Unsere Überlegungen gehen mit Blick auf das nächste Jahr bereits in dieselbe Richtung“, so Kober.  „Der internationale Besatz ist durch das Fehlen der Franzosen und US-Amerikaner etwas eingeschränkt. Dennoch ist das Teilnehmerfeld stark genug. Wir brauchen schließlich keine Augenwischerei mit einem nur mittelmäßig besetzten Turnier“ zeigt sich Trainer Bohn dennoch von der teilnehmenden Qualität überzeugt.