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Fecht- Marathon in Paris den Veranstaltern über den Kopf gewachsen

Fecht- Marathon in Paris den Veranstaltern ?ber den Kopf gewachsen

Die Erweiterung des riesigen Nachwuchs- Turniers ?Marathon Fleuret? in Paris auf eine weitere Altersklasse (f?r jeweils M?dchen und Jungen) und damit insgesamt auf vier verschiedene Wettbewerbe hat dem Turnier 2009 nicht gut getan.
Das Geschehen der 858 Teilnehmer auf 81 Bahnen in drei Hallen war von den Veranstaltern nicht mehr vern?nftig zu managen.
In der Haupthalle mit 51 Bahnen, wo Aufrufe und Ergebnisse (wenn ?berhaupt) bekannt gegeben wurden, herrschten totale ?berf?llung, stundenlange Verz?gerungen und heilloses Durcheinander.
Es wurde am Samstag 17 Uhr sp?t, ehe die drei Th?ringer Starter Maximilian Strate, Franz Opel (beide FSC Jena) und Oliver Precht (Sportgymnasium Jena/ TuS Weida) ?berhaupt in das Geschehen des Wettkampfes eingreifen konnten. Den offensichtlichen Zeitverzug versuchte man durch Weglassen jeglicher Pausen zwischen den Runden und zum Direktausscheid zu verringern. Aufgrund des hohen Kampfrichterbedarfes bei dem Mammut- Turnier waren deren Qualit?t und Leistungen sehr unterschiedlich.
Zwischenzeitliche Aush?nge oder Ansagen der qualifizierten und ausgeschiedenen Fechter sowie die Rangfolge der jeweils Qualifizierten gab es nicht.
Alle drei Fechter vom Jenaer Leistungszentrum erreichten den DA der besten 128 Fechter. Sp?testens jetzt wurde das Turnier zum Nacht-Marathon. 50% der verbliebenen Teilnehmer wurden in diesem Direktausscheid eliminiert, da es einen Hoffnungslauf erst f?r die verbleibenden Fechter am Sonntag geben sollte. Etwa 21.30 Uhr standen alle drei Th?ringer mit h?ngenden K?pfen und waren ausgeschieden. 9:15, 12:15 und 4:15 war die ern?chternde Bilanz. Nicht besser ging es dem amtierenden Deutschen Meister der Altersklasse Steffen Thalmann aus M?nchen (11:15). Nichtsdestotrotz waren die schlechten Bedingungen f?r alle ?hnlich und 64 junge M?nner, in der ?berwiegenden Mehrzahl franz?sischer Nationalit?t, gewannen ihre Gefechte in der ?Nachtschicht?.
Am Sonntag siegte dann in einem rein franz?sischen Finale Romain Moizan vom gastgebenden Verein Paris CEP. Bester Ausl?nder war der Israeli Yoav Azerrad auf Rang 11, bester Deutscher und dabei Einziger unter den besten 64 Fechtern Julian Huber/ MTV M?nchen.
Zum Abschied gab es nach Nachfragen von den Organisatoren den Rat, man m?ge sich die genauen Platzierungen zu Hause im Internet heraussuchen.
Sie waren sogar zu finden: 81; 99 und 84.

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