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Jenaer Fechterin Wegener mit Paukenschlag beim Juniorenweltcup

Jenaer Fechterin Wegener mit Paukenschlag beim Juniorenweltcup

(Luxemburg) Die Jenaer Fechter hatten als Eröffnungsturnier nach der Sommerpause den Juniorenweltcup in Luxemburg für eine erste Standortbestimmung festgelegt. Bei den Weltcupturnieren können nur die besten 12 Kämpfer einer Nation an den Start gehen. Dazu gehörten diesmal aus Sicht des Fechtsportclubs Jena Marike Wegener und Florian Hein. Vervollständigt wurde das Feld der Thüringer Starter durch Michel Precht vom TuS Osterburg Weida. Am Start in Luxemburg waren 104 Fechterinnen und Fechter aus 17 Nationen. Im Herrenflorett trafen nach erfolgreicher Qualifikationsrunde im ersten KO Gefecht unglücklicherweise die Trainingskameraden am Sportgymnasium Jena Florian Hein und Michel Precht aufeinander. In diesem Kampf konnte sich am Ende Florian durchsetzen und belegte im Gesamtklassement den 23. Platz. „Florian nimmt diese Saison noch mal Anlauf, um an sein altes Leistungsvermögen anzuknüpfen. In der letzten Saison lief nicht viel zusammen. In Luxemburg ist ihm ein erster Ansatz gelungen. Die kämpferische Einstellung war super, nun heißt es für Florian trainieren, trainieren … trainieren und den eigenen „Schweinehund“ überwinden, nach vorne schauen. Schließlich gehört Florian zu den Talenten in Thüringen und er kann es!“, so sein Trainer Wolfgang Bohn. Michel belegte am Ende den 48. Platz. Nach dem Weltcupfinale im Damenflorett kam Trainer Wolfgang Bohn aus dem „Schimpfen“ nicht mehr raus, hatte doch sein Schützling Marike Wegener die Chance, den ersten Weltcupsieg einer Jenaer Fechterin zu schaffen, mit 13:15 knapp verpasst. Dabei lag sie kurz vor Kampfende mit 13:11 gegen Natascha Gollan vom FC Moers und die haushohe Favoritin des Finalkampfes noch in Führung. Mit dem Blick auf die nun begonnene Saison ist der 2. Platz von Marike aber ein super Einstieg und gelungener Test. Marike ist noch A-Jugendliche und schaffte eine Altersklasse höher den Einzug in ein Weltcupfinale. „Wenn ein Fechter an dieser Stelle steht, zählt der Sieg. Dass Marike das kann, dass sie über sich hinauswachsen und enorm im Wettkampf steigern kann hat sie ja schon oft unter Beweis gestellt. Im ersten KO Gefecht gegen die starke Tschechin Andrea Bimova überraschend klarer Sieg mit 15:7. Dann im Viertelfinale ein Fechtkrimi gegen die Slowakin Katarina Pokorna. 3:6 im Rückstand, nach Ablauf der regulären Kampfzeit das Gefecht gedreht und Ausgleich. Dann in der letzten Minute den Siegtreffer zum 7:6 … Marike ist da mental stark“ so ihr Trainer. Im Halbfinale traf Marike dann auf die Russin Inna Elesina. Nach einem überrachenden 15:12 Sieg stand Marike im Finale. Nach der Siegerehrung um 19.00 Uhr war das Turnier aber für sie noch nicht zu Ende. Erst mal ging es noch zur Dopingkontrolle für zwei weitere Stunden des um 7.30 Uhr begonnen Wettkampftages. Marike konnte ihr erworbenes Wissen von der vor zwei Wochen stattgefunden gemeinsamen Veranstaltung des Sportgymnasiums Jena und der nationalen Antidopingagentur gleich in der Praxis anwenden. Auch dabei zeigte sie sich als Profi. Weltcupsieger bei den Herren wurde Mate Hari (HUN) und bei den Damen Natascha Gollan (GER). Der nächste „Paukenschlag“ für die Jenaer Fechter sind die Mitteleuropäischen Meisterschaften am 26./27. September in Jena.